Im Garten gibt es immer was zu tun. Welche Gartenarbeiten im Mai anstehen, haben wir hier zusammengefasst.

Gemeint ist vor allem die Zeit von Mitte Mai bis Anfang Juni, also der Übergang vom Spätfrühjahr zum Frühsommer. Früher hieß es, nach den Eisheilgen müssen alle vorgezogenen oder frostfrei überwinterten Pflanzen in den Garten, dann sind sie vor Spätfrösten sicher. Aber im Zuge der Klimaerwärmung ist es dann für manche Regionen Deutschlands bereits zu spät.

Im Sommer blühende Zwiebel- und Knollenpflanzen wie Gladiolen, Montbretien, Lilien und Dahlien müssen jetzt in die Erde. Die abgeblühten Frühlingszwiebelblumen bleiben noch solange im Boden, bis auch die Blätter vollständig verwelkt sind. Dann haben sie genügend Reservestoffe anlegen können, um im nächsten Frühjahr wieder genauso prachtvoll zu blühen.

Auch die Sommerblumen können nun direkt ins Beet ausgesät werden. Bereits unter Glas oder auf der Fensterbank vorkultivierte Jungpflänzchen werden ausgepflanzt. Neue Stauden und Ziergräser müssen spätestens jetzt gepflanzt werden, wenn man damit nicht bis zum Herbst warten will.

Will man Stauden durch Stecklinge vermehren, dann sollte man sie jetzt schneiden. Kübelpflanzen müssen jetzt umgetopft werden. Das ist dann auch gleichzeitig die beste Gelegenheit, zur Stecklingsvermehrung. Bei Gehölzen sollte man warten, bis die Triebe halb ausgereift, aber noch nicht komplett verholzt sind.

Schadhafte und kahle Stellen im Rasen werden im Mai ausgebessert und nachgesät. Auch einen neuen Rasen sät man jetzt aus. Der Boden dazu sollte schon eine oder zwei Wochen zuvor vorbereitet sein.

Hecken dürfen bekanntlich zwischen März und Oktober nicht geschnitten werden, um die  Singvögel beim Brüten am Nest nicht zu stören. Es sei denn, es handelt um eine streng in Form gehaltene niedrige Zierhecke wie bei der Zwerg-Blutberitze.

Ziersträucher, die im Frühjahr geblüht haben, wie die Forsythie, bekommen Ende Mai / Anfang Juni  einen Verjüngungschnitt. Dazu werden die abgeblühten Zweige gestutzt. Denn diese Zweige würden im nächsten Jahr nur noch spärlich blühen. Forsythien bekommen ihr Blüten hauptsächlich am Vorjahresholz, im Herbst sind bereits die Blütenknopsen fürs nächste Jahr angelegt. Würde man solche Ziersträucher erst im Spätherbst oder gar zum Winterende erst zurückschneiden, hätte man im nächsten Frühjahr kaum noch Blüten zu erwarten. Ziersträucher, die erst im Sommer oder Herbst blühen und ihre Blütenknospen im Frühjahr des gleichen Jahres ansetzen – also am jungen, einjährigen Holz blühen, werden dagegen erst am Winterende zurückgeschnitten.

Ende Mai können die Exoten unter Teichpflanzen wieder in den Gartenteich. Glück hat, wer ihnen ein Warmwasseraquarium über die Wintermonate bieten konnte. Nur so wird man Wasserhyazinthen, Muschelblumen und andere tropische Teichpflanzen über Jahre hindurch halten können. Auch viele Aquarienfische können nun zur Sommerfrische in den Gartenteich gesetzt werden.

Auch im Nutzgarten ist jetzt viel zu tun. Gemüse und Kräuter werden direkt ausgesät, vorkultivierte Sorten werden ins Freiland ausgepflanzt.

Obstbäume werden intensiv gewässert und gedüngt, um den Fruchtansatz zu verbessern.  Dabei kontrolliert man auch Blätter und Triebe auf Krankheitszeichen und Schädlingsbefall. Die Baumscheibe von Obstbäumen nicht bepflanzen: Die Pflanzen würden dem Boden zu viel Wasser und Nährstoffe entziehen und damit den Fruchtansatz der Bäume mindern. Stattdessen mulcht man einen Teil der Baumscheibe 5 bis 10 cm hoch.

Viele weitere Tipps zur Gartenpflege für jeden Monat findet man im Gartenkalender von www.garten-wissen.com.

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